FAQ - AVGS

AVGS: Häufige Fragen und Antworten

Was ist ein Aktivierungs- und Vermittlungsgutschein (AVGS)?

Wenn Sie bei der Agentur für Arbeit als Arbeit oder dem Jobcenter arbeitsuchend gemeldet sind, können Sie nach Erfüllung bestimmter Kriterien einen Aktivierungs- und Vermittlungsgutschein (AVGS) beantragen. Der AVGS steht in unterschiedlichen Versionen zur Verfügung. SYSTEM-DATA ist zertifizierter Träger für §45 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 SGB-lll-Maßnahmen, deren Ziel die Heranführung an den Ausbildungs- und Arbeitsmarkt durch ein professionelles Einzelcoaching oder Profiling ist.

Wer hat Anspruch auf den Aktivierungs- und Vermittlungsgutschein (AVGS)?

Alle Arbeit suchenden Personen, die folgende Kriterien erfüllen, haben einen Rechtsanspruch auf den AVGS:

  • Sie haben einen Anspruch auf Arbeitslosengeld.
  • Sie können einen AVGS auch ohne Rechtsanspruch beantragen, wenn Sie noch nicht vermittelt sind. Die Entscheidung liegt in diesen Fällen im Ermessen des Fallmanagers der Agentur für Arbeit.
  • Wenn Sie bereits die Kündigung erhalten haben, sich aber noch in einem Beschäftigungsverhältnis befinden, kann ein AVGS ohne Rechtsanspruch beantragt werden.
  • Haben Sie Anspruch auf Arbeitslosengeld ll, können Sie einen AVGS beantragen. Die Bewilligung liegt jedoch im Ermessen des Fallmanagers.

Wo kann man den Aktivierungs- und Vermittlungsgutschein (AVGS) beantragen?

Zur Beantragung des AVGS und Beratung wenden Sie sich bitte an den für Sie zuständigen Berater der Agentur für Arbeit oder des Jobcenters. Sie erhalten dort nicht nur den Antrag für den Aktivierungs- und Vermittlungsgutschein, sondern können gleichzeitig die Möglichkeit nutzen, sich bezüglich der Bedingungen beraten zu lassen.

Sie bekommen den AVGS persönlich in der Regel im Rahmen des Beratungsgespräches.

Wo kann ich den Aktivierungsgutschein einlösen?

Haben Sie einen Aktivierungsgutschein erhalten, können Sie diesen bei einem zugelassenen Weiterbildungsanbieter Ihrer Wahl einlösen. Der so genannte Bildungsträger und die jeweiligen Module müssen als Voraussetzung nach AZAV zertifiziert sein, denn nur AZAV-zertifizierte Anbieter sind nach dem dritten Sozialgesetzbuch (§45 SGB lll) als förderfähig anerkannt.

Bildungsträger, die über eine AZAV-Zertifizierung verfügen, können Aktivierungs- und Vermittlungsgutscheine zur Förderung Ihrer Weiterbildung annehmen und die Kosten der Weiterbildung mit den jeweiligen Kostenträgern abrechnen. Die Arbeitsagentur oder das Jobcenter, das den Aktivierungsgutschein ausgestellt hat, ist dabei immer der Kostenträger.

Bereits seit 1990 ist SYSTEM-DATA zertifizierter Träger für berufliche Weiterbildungen. Sowie Sie einen Aktivierungsgutschein haben, können Sie bei SYSTEM-DATA ein Einzelcoaching absolvieren. Wir beraten Sie gern unverbindlich zum Coaching und über Fördermöglichkeiten.

Wir können in einem persönlichen Gespräch mit Ihnen ein auf Sie abgestimmtes Einzelcoaching festlegen und Sie dahingehend ausführlich beraten.

Vereinbaren Sie noch heute einen Termin für ein Beratungsgespräch! Sie erreichen uns per E-Mail unter wellsandt(at)system-data.de und telefonisch unter 0 33 01 - 57 66 11 oder 01 52 0 - 83 04 69 3.

Was mache ich mit dem Aktivierungs- und Vermittlungsgutschein (AVGS)?

Zusätzlich zum AVGS erhalten Sie von Ihrem Berater bei der AfA oder dem JC in der Regel eine Liste mit zugelassenen Bildungsträgern, die dem Bildungsziel entsprechen. Anschließend setzen Sie sich mit einem oder mehreren Trägern in Verbindung und vereinbaren einen persönlichen Beratungstermin. Haben sie sich für einen Bildungsträger entschieden, lassen Sie den AVGS vom Qualifizierungsberater des Trägers ergänzend ausfüllen. Der ausgefüllte AVGS muss vor Beginn des Coachings bei der Bundesagentur für Arbeit oder dem Jobcenter eingereicht werden.

Wie lange ist der Aktivierungs- und Vermittlungsgutschein (AVGS) gültig?

Es wird nicht mehr laut Gesetz geregelt, wie lange ein AVGS gültig ist. Die Festlegung der Gültigkeitsdauer liegt wieder im Ermessen Ihres Bearbeiters der Agentur für Arbeit oder des Jobcenters. Meist erhält ein AVGS eine Gültigkeitsdauer von maximal drei Monaten.

Der AVGS verliert seine Gültigkeit in folgenden Situationen

  • bei Aufnahme eines sozialversicherungspflichtigen Beschäftigungsverhältnisses
  • beim Erlöschen des Anspruchs auf Arbeitslosengeld
  • Beendigung der Arbeitslosigkeit durch Aufnahme einer selbstständigen Tätigkeit
  • Beendigung der Arbeitslosigkeit durch andere Faktoren wie beispielsweise Mutterschutz.

Wo ist das AVGS gesetzlich geregelt?

Die Neueinführung des AVGS ab dem 01.04.2012 an Stelle des bisherigen Vermittlungsgutscheines ist durch das Gesetz zur Verbesserung der Eingliederungschancen für Arbeitslose, § 45 des SGB III geregelt.

Was ist neu am AVGS?

Der AVGS dient nicht mehr ausschließlich als Förderinstrument zur Vermittlung von Arbeitslosen. Er kann in drei verschiedenen Varianten ausgegeben werden.

Welche AVGS-Varianten gibt es?

AVGS1 zur Unterstützung der Aktivierung und Eingliederung von Arbeitssuchenden durch Maßnahmen bei zugelassenen Trägern.

AVGS2 zur ausschließlich erfolgsorientierten Vermittlung von Arbeitssuchenden in ein sozialversicherungspflichtiges Beschäftigungsverhältnis durch zugelassene Träger (wie der bisherige Vermittlungsgutschein).

AVGS3 zur Durchführung einer betrieblichen Trainingsmaßnahme von bis zu 6 Wochen bei einem Arbeitgeber.

Rechtsanspruch auf einen Gutschein?

Wenn Sie als Bezieher von Arbeitslosengeld noch nicht durch die Arbeitsagentur vermittelt worden sind, obwohl Sie innerhalb von drei Monaten bereits mindestens sechs Wochen arbeitslos waren, erlangen Sie nach §45 Abs. 7 SBG lll einen Rechtsanspruch auf den Gutschein.

In die Drei-Monatsfrist nicht einberechnet werden Zeiten der Teilnahme an einer Maßnahme zur Aktivierung und beruflichen Eingliederung nach §§44 bis 46 SGB lll oder der beruflichen Weiterbildung (§81 ff. SGB lll). Bei der Arbeitsunfähigkeit werden nur die Tage, an denen Arbeitslosengeld fortgezahlt wird, als Zeiten der Arbeitslosigkeit und damit sechswöchigen Wartezeit berücksichtigt. Dies gilt nicht für Zeiten des Bezuges von Krankengeld. Sperrzeiten werden als Wartezeiten gezählt.



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